Freifunk & die freie Kommunikation (Teil 2)

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Technik und Belastbarkeit des Netzes im F├╝rther Freifunk

Florian Schimmer vom Freifunk Franken zeigt uns die Technik, die hinter dem F├╝rther Freifunk-Backbone steht. Wir starten an der Relaystation. Dort sind aktuell drei NanoStations M2 (Ubiquiti) aktiv. Auf diesen l├Ąuft die Freifunk Firmware, womit direkt das Mesh Protokoll B.A.T.M.A.N Advanced verwendet wird. Die Anbindung an die Relay Station erfolgt ├╝ber rund 800 m Distanz, welche bald auf das 5 GHz Band mit Ubiquiti LiteBeams Sektorantennen umger├╝stet werden soll.

Freifunk Relay in F├╝rth, Foto: Christian Dresel

In einer noch im Aufbau befindlichen Richtfunkstrecke in N├╝rnberg wird MikroTiks SXT 5 ac Hardware eingesetzt. Ziel soll somit eine Verbindung ├╝ber etwa 700 m mit einer Bandbreite von ├╝ber 200 MBit/s sein.
In der Innenstadt von Ha├čfurt werden ausschlie├člich NanoStations Loco M2 im 2,4 GHz Band betrieben. Alle Ubiquiti Ger├Ąte sind mit der Freifunk Franken-Firmware versehen worden. Somit m├╝ssen die Router nur mit Strom ├╝ber PoE versorgt werden da sie per Mesh miteinander verbunden sind. Durch die angepasste Firmware k├Ânnen Access Point- und Mesh-Szenarien gleichzeitig aufgebaut werden, sodass die Router nicht nur eine Funkbr├╝cke zu anderen Routern aufbauen, sondern auch gleichzeitig viele Clients bedienen. Bis jetzt hat sich dieser Aufbau bew├Ąhrt und es k├Ânnen bis zu 50 Clients pro Access Point bedient werden. Die Bandbreite teilen sich dabei alle Clients; Webseitenaufrufe und diverse Messenger laufen trotzdem stabil und sind gut nutzbar.

Die Stadtvernetzung
Mehrere NanoStations sind an den h├Âchsten T├╝rmen der Stadt angebracht und bauen Funkbr├╝cken zu weiteren NanoStations auf, welche einen Zugang zum VPN Backbone haben. Somit steht das Signal von mehreren Uplinkroutern zur Verf├╝gung.
Da die Innenstadt von Ha├čfurt haupts├Ąchlich aus einer Haupteinkaufsstra├če besteht, konnte die gesamte Innenstadt mit nur einer NanoStation abgedeckt werden. Die Funkstrecken sind bei bis zu 1,5 km recht stabil, obwohl sie teilweise ├╝ber bewohntes Gebiet gehen.

F├╝r die optimale Nutzung des zur Verf├╝gung gestellten Turmes im "Nachbarschaftshaus Gostenhof" in N├╝rnberg, wurde sich entschlossen mit drei NSM2, die mit der Freifunk Firmware bespielt wurden, die direkte Umgebung zu versorgen. Damit erm├Âglicht der Freifunk F├╝rth den Passanten im nahegelegenen Park die einfache Nutzung des Netzes und stellt vor allem den Anwohnern unkomplizierte Peeringm├Âglichkeiten im 2,4 GHz Spektrum zu Verf├╝gung. Im Gegensatz zu dieser Nahversorgung, bei der aufgrund der Kosten und der einfachen Verf├╝gbarkeit das 2,4 GHz Band genutzt wird, wurde bei der Anbindung des Standorts an entferntere Freifunkstandorte konsequent auf die Nutzung des 5 GHz Bandes gesetzt.

Hierf├╝r werden drei locoM5 und eine NSM5 mit der Originalfirmware von Ubiquiti betrieben. Diese hat den Vorteil, dass die propriet├Ąren TDMA-Protokolle von Ubiquiti und die originalen Treiber f├╝r die WLAN-Hardware genutzt werden k├Ânnen. Damit erh├Ąlt der Turm meist 3 bis 4 Uplinks ├╝ber 0,5 bis 1,5 km. Dank dieser Grundinfrastruktur konnte der Turm auch schnell verwendet werden, um Fl├╝chtlingen, die auf dem 1,6 km entfernten ehemaligen Quelle-Gel├Ąnde untergebracht waren, mit Internet zu versorgen. Intern sind die unterschiedlichen NanoStations durch einen ToughSwitch verbunden, der sowohl die Trennung in VLANs durchsetzt als auch das PoE f├╝r die Endger├Ąte einspeist.

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