Freifunk & die freie Kommunikation (Teil 1)

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Tim Niemeyer und Jörg Knapp vom Freifunk Franken zum Grundgedanke und Netzwerkaufbau in Franken:

Freie Netze werden von immer mehr Menschen in Eigenregie aufgebaut und gewartet. Der Grundgedanke dabei ist, dass jeder Teilnehmer anderen Teilnehmern ein offenes Peering und auch kostenlosen Transit anbietet.

Jeder Nutzer im Freifunk-Netz stellt seinen WLAN-Router also für den Datentransfer der anderen Teilnehmer zur Verfügung. Im Gegenzug kann er oder sie ebenfalls Daten, wie zum Beispiel Text, Musik und Filme über das interne Freifunk-Netz übertragen oder, über von Teilnehmern eingerichtete Dienste, im Netz chatten, telefonieren und gemeinsam Online-Games spielen.

Freifunk Netze sind Mitmach-Netze und der dezentrale Gedanke steht bei Freifunk Franken stark im Vordergrund. Die meisten Freifunk Teilnehmer benutzen normale WLAN-Router mit einer angepassten Firmware. Diese Firmware basiert auf der bekannten OpenWrt-Firmware, welche mit einigen speziellen Komponenten ausgestattet wurde. Diese sogenannten Nodes vermaschen sich automatisch untereinander.

Freifunk-Netze sind Mitmachnetze, und der dezentrale Gedanke steht auch bei Freifunk Franken stark im Vordergrund.

Für eine intelligente und dynamische Auswahl der Route vom Client zum Router mit Internet- bzw. VPN-Anschluss verwenden wir das B.A.T.M.A.N. Advanced Routing Protokoll (Better Approach To Mobile Adhoc Networking). Somit wird immer sichergestellt, dass jeder Client die kürzeste, verfügbare Route bekommt.

Um größere Entfernungen zu überbrücken, wird zuweilen noch häufig auf VPN-Techniken gesetzt. In diesem VPN-Netz läuft auch das Freifunk-Franken Backbone, in welchem die sogenannten Gateway-Server von verschiedenen Teilnehmern zusammengeschaltet sind. Diese Gateway-Server sind über ein Layer-3-Netz mittels OLSR (Optimized Link State Routing) verbunden, womit das Freifunk Franken-Netz zu einem großen Layer-3-Netz zusammen wächst.

Da viele Gateway-Server den Traffic ins Internet routen können, ist somit auch ein Zugang ins Internet möglich.

Die Gateway-Server bilden somit ein Netz mit zur Zeit 11 Netzsegmenten (Subnetzen). Die Gateway-Server arbeiten im Schnitt bei 20 Mbit bis 100 Mbit Dauerlast.

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